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Fakultät Maschinenbau

CES Förderpreis 2026 des VDI

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ISF-Mitarbeiter Felix Niggemeyer wird mit dem CES-Förderpreis des VDI ausgezeichnet
© ISF
Prof. Dr.-lng. Prof. h.c. Dirk Biermann (TU Dortmund), Dr. Frank Völker (Geschäftsführer CES), Prof. H.G. Schnürch (Beiratsvorsitzender CES), Felix Niggemeyer (Preisträger), Dieter Wilbrand (Jury-Mitglied), Jean Haeffs, (Geschäftsführer VDI-GPL), Simon Jaquet (wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Dortmund). v.l.n.r.

Am 20. Mai 2026 verlieh der VDI im Rahmen einer Preisverleihung in Düsseldorf den CES‑Förderpreis 2026 der Carl‑Eduard‑Schulte‑Stiftung an unseren Mitarbeiter Felix Niggemeyer, M.Sc., für seine herausragende Masterarbeit auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Der Preis wurde von Prof. Dr. Hans‑Georg Schnürch, Beiratsvorsitzender der CES, gemeinsam mit Dr. Frank Völker, Geschäftsführer der CES in Velbert, sowie Jean Haeffs, Geschäftsführer der VDI‑GPL, überreicht.

Die prämierte Masterarbeit mit dem Titel „Untersuchung prozessstabilisierender Kontakteffekte und Potenziale beim Einsatz umfangsseitig modifizierter Fräswerkzeuge mit konventionellen und funktionell strukturierten Freiflächenfasen“ widmet sich einem zentralen Problem moderner Zerspanprozesse. Beim Fräsen begrenzen instabile Prozesszustände infolge regenerativer Effekte häufig die erreichbare Produktivität sowie die Bauteilqualität. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Kontakt zwischen Werkzeugfreifläche und Werkstück, der das dynamische Verhalten des Systems maßgeblich beeinflusst.

Im Rahmen der Arbeit wurden konventionelle und funktionell mikrostrukturierte Freiflächenfasen hinsichtlich ihrer prozessstabilisierenden Wirkung experimentell untersucht. Hierzu kamen einschneidige HSS‑Werkzeuge mit gezielt ausgelegten Fasen- und Mikrostrukturgeometrien zum Einsatz, die in umfangreichen Fräsversuchen unter variierenden Prozessparametern erprobt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass konventionelle Freiflächenfasen vor allem elastische Versteifungseffekte hervorrufen, während mikrostrukturierte Fasen überwiegend plastisch bedingte Dämpfungsmechanismen erzeugen. Insgesamt konnte eine Steigerung der Prozessstabilität von bis zu 258 % gegenüber nicht modifizierten Werkzeugen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse zeichnen sich durch eine hohe wissenschaftliche Qualität und Originalität aus und leisteten zudem einen wesentlichen Beitrag zu einer Veröffentlichung in den CIRP Annuals, an der Herr Niggemeyer als Mitautor beteiligt ist.

Die Arbeit wurde von Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dirk Biermann, Leiter unseres Instituts, betreut.

Wir gratulieren Herrn Niggemeyer herzlich zu dieser Auszeichnung.

 

Hintergrund

Die Carl-Eduard-Schulte-Stiftung zeichnet jährlich herausragende Master- und Diplomarbeiten aus den Bereichen Produktionstechnik und angrenzenden Fachgebieten aus. Prämiert werden Absolventinnen und Absolventen technischer Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen in Deutschland.

Die Stiftung wurde im Juli 1990 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Carl Eduard Schulte GmbH in Velbert gegründet. Ziel ist die Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses, insbesondere im Bereich neuer Produkte und Technologien der Produktionstechnik sowie in Themenfeldern rund um mechanische und elektronische Sicherheits- und Schließsysteme.

Die Organisation der Ausschreibung sowie die Vergabe der Preise erfolgt durch die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL).

 

Über den VDI

Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) mit Sitz in Düsseldorf ist Sprecher der Ingenieure und Technik. Er ist der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands mit rund 125.000 Mitgliedern und ist Entwickler und Multiplikator von Wissen. Er unterstützt mit seinen Aktivitäten und verschiedenen Preisen rund um die studentischen Ausbildungen insbesondere auch den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs.

 

Pressemitteilung