Schleifbearbeitung von CMC (Ceramic matrix composite) Werkstoffen
Dr. Steffen Weber (Krebs & Riedel Schleifscheibenfabrik GmbH & Co. KG)
Das große Einsatzpotential keramischer Verbundwerkstoffe (Ceramic Matrix Composites / kurz CMC) ist seit geraumer Zeit bekannt. Durch ihre außerordentlichen Eigenschaften wie hohe Temperaturbeständigkeit, geringe thermische Ausdehnung, niedriges spezifisches Gewicht bei gleichzeitig hervorragenden bruchmechanischen und tribologischen Kennwerten, zählen CMC-Werkstoffe zu den Lösungsbausteinen von innovativen Strukturbauteilen (wie z.B. Turbinenschaufeln oder auch Hochleistungsbremsen). Den vorteilhaften Material-eigenschaften stehen weiterhin hohe Herstellungskosten gegenüber, die einen breiteren industriellen Einsatz von CMCs bislang verhindern oder verlangsamen. Kostentreiber sind neben den Rohstoffen auch die weiterführenden Prozesskosten. Neben den Werkzeugkosten sind zudem fehlende Bearbeitungsstrategien oder gänzlich fehlendes technologisches Wissen zur Bearbeitung limitierende Faktoren für eine kostengünstige und effiziente Bearbeitung von CMC. In dieser Arbeit wurden zwei grundsätzlich verschiedenen Schleifverfahren - Doppelseitenplanschleifen (DSPS) und Flachschleifen (FS) - untersucht und ein Wissensaufbau im Kontext der Bearbeitung von keramischen Verbundwerkstoffen erzielt.



